Aufgrund der Covid 19-Pandemie wird die Landestagung auf den 15. Januar 2021 verschoben.

Um Sie fachlich auf dem Laufenden zu halten, bieten wir Ihnen am 29. September 2020 ein Web-basiertes Fortbildungsangebot an.

Programm

Aufgrund der Terminverschiebung sind Änderungen am Programm vorbehalten.

Moderation: Alexander Thamm
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Block I

Begrüßung und Einstimmung

  • 09.00 Uhr
    Begrüßung und Einstimmung
    Barbara Blomeier und Andrea Wynk, 1. und 2. Vorsitzende Landesverband der Hebammen NRW

    Barbara Blomeier und Andrea Wynk

  • 09.15 Uhr
    Gesundheitsförderung als zentrale Aufgabe der Hebamme
    Eva-Maria Schwaighofer

    Aufgrund der historischen Entwicklung des Hebammenberufes stecken die Hebammenwissenschaften noch in den Kinderschuhen. Dies bedeutet zugleich, dass auf eine Fülle von evidentem Wissen aus vielen Bezugswissenschaften zurückgegriffen und auf diese Weise der Berufsstand der Hebamme neu definiert bzw. präzisiert werden kann. Unveränderlich bestehen bleibt die Rolle der Hebamme als Fürsprecherin und Beschützerin von Mutter und Kind, verändert hat sich der gesellschaftliche und gesundheitspolitische Kontext. Die Hebamme von heute befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen einem patriarchal organisierten Gesundheitssystem und unzähligen, sich neuformierenden Berufen ohne kontextuellem Grundlagenwissen. An der Seite von Frau und Kind konsequent gesundheitsfördernd zu arbeiten erfordert ein hohes Maß an Professionalität und Wissen, das über rein medizinisch-geburtshilfliches Grundwissen weit hinausreicht.

    Die “Salutophysiologie” ist ein Hebammenmodell, dass das Mutter-Kind-Paar mit seinen Bedürfnissen wieder in den Mittelpunkt des Interesses rückt und in allen Aspekten den WHO-Empfehlungen zur Begleitung der gesunden Geburt entspricht. Die Zusammenführung von Salutogenese, Neuroendokrinologie und personenzentriertem Kommunikationswissen in verstehbarer und anwendbarer Weise stellt eine Möglichkeit dar, mit der Hebammen zur Gesundheitsförderung der kommenden Generationen beitragen und zugleich die eigene Arbeitszufriedenheit maßgeblich anheben können.

    • freiberufliche Hebamme in der außerklinischen Geburtshilfe
    • seit 2006 hauptberuflich Lehrende an der Fachhochschule Puch/Salzburg (A)
    • 2009 Abschluss MA (interkulturelle Spiritualitätsforschung) an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg
    • 2015 Abschluss MSc (Midwifery) an der FH Salzburg
    • seit 2018 Studiengangsleitung des Masterlehrgangs “Salutophysiologie” für Hebammen an der FH Puch/Salzburg
    • Allgemein zertifizierte und gerichtlich beeidete Sachverständige
  • 10.00 Uhr
    Geburtserleben zwischen Traum und Trauma: Was ist dazu bestimmend?
    Dr. med. Wolf Michael Lütje

    Geburt findet unter anderem im Spiegel der sich wandelnden Kultur, Biologie und Biographie statt.

    In einem riesigen Kontinuum zwischen Traum und Trauma, Gewaltigem und Gewalttätigem, Chance und Risiko, Wehe und Arbeit findet meist etwas ganz Einmaliges statt. Die Kunst ist dies personalisiert intensiv zu begleiten.

    Die Schlüsselwörter dabei sind Kontrollregulation, Selbstwert und Selbstbestimmung vor allem aber Beziehungsgestaltung.

    Am Ende gilt frei nach Giovanni Maio: Geburt liegt nicht in unserer Hand sondern in unseren Haltungen.

    Der Vortrag trägt all diesen Grundannahmen ausreichend Rechnung

    • Frauenarzt-Psychotherapie (FG)
    • Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am evang. Amalie Sievenking Krankenhaus Hamburg
    • Präsident der DGPFG
    • außerdem: Vater von 7 Kinder, Buchautor, Mitglied der Leitlinienkommissionen
  • 10.30 Uhr
    Kaffeepause / Industrieausstellung

Block II

Ressourcen erkennen und fördern

  • 11.00 Uhr
    Akademisierung  –  jetzt kommt die Umsetzung
    Yvonne Bovermann, DHV

    Am 01.01.2020 ist das neue Hebammengesetz in Kraft getreten. Mit der Abstimmung der Studien- und Prüfungsverordnung wurde als letzter Schritt am 20. Dezember 2019 das Gesetzgebungsverfahren im Bundesrat verabschiedet. Zugleich haben die Länder noch einige Änderungen beschlossen. Der aktuelle Stand der der Umsetzung der Akademisierung in Bund und Land soll in diesem Vortrag genauer beleuchtet werden.

    • seit 2015 Beirätin für den Bildungsbereich im DHV
  • 11.30 Uhr
    Ressourcen-Förderung durch ein bindungsorientiertes Frühwochenbett
    Vera Witsch und Susanne Ritz

    Nicht immer wissen Eltern intuitiv, wie sie ihr Kind beruhigen sollen. Sie werden durch ihr unruhiges Kind immer besorgter, ängstlicher und stärker verunsichert. Um eine sichere Bindung aufzubauen, sollten Kinder allerdings früh die Erfahrung machen, dass ihre Bindungspersonen verlässlich auf ihre Signale reagieren.

    Die Referentinnen erzählen, wie durch Hautkontakt auf der Wochenstation das „Bauchgefühl“ der Eltern gestärkt werden kann, eigene Traumata frühzeitig bearbeitet und somit sichere Bindungserfahrungen gemacht werden können.

    • Hebammen & SAFE Mentorinnen
    • Angestellt im Krankenhaus der Augustinerinnen in Köln
  • 12.00 Uhr
    Die Zukunft hat begonnen – Mediale Entwicklungen für die Hebammenarbeit
    Daniela Erdmann, Kommission „digitale Entwicklung“ im DHV

    Nicht nur durch die aktuelle Gesetzgebung sind wir als Berufsgruppe der Hebammen zunehmend mit verschiedenen Belangen der Telemedizin beschäftigt, sondern auch die Schwangeren und Mütter nutzen immer mehr ganz selbstverständlich digitale Möglichkeiten für Beratung und Vernetzung.

    Wie sieht der aktuelle Stand aus? Welche Möglichkeiten können wir nutzen? Wie verhält es sich mit der Datensicherheit? Digitale Entwicklung im Hebammenberuf – Unsinn oder sinnvolle Ergänzung?

    Diesen Fragen wird die Referentin in ihrem Vortrag auf den Grund gehen.

    • Hebamme
    • Mitglied Referat Hebammenvergütung DHV
    • Mitglied Kommission „Digitale Entwicklung“ im DHV
  • 11.00 -
    12.30 Uhr

    Workshop 1

    Moderierter Austausch für Familienhebammen
    Vera Baur

    „Wir müssen reden….!” Dieser Workshop bietet ein Angebot für Familienhebammen zum moderierten, kollegialen Austausch. Die Themenvorgabe kann durch die Teilnehmer mitgestaltet werden.

    • Hebamme( Examen 1995) nach Anstellungen im Krankenhaus, durchgehend freiberuflich tätig in allen Bereichen außer Geburtshilfe
    • Heilpraktikerin
    • ehrenamtliche Sterbebegleiterin
    • personenzentrierte Beraterin GWG (i.A.)
  • 11.00 -
    12.30 Uhr

    Workshop 2

    Schwangerenvorsorge durch Hebammen
    Renate Egelkraut

    Wenn Schwangerenvorsorge ein Menü wäre, wäre das Rezept kein schwieriges. Die Zutaten sind Ihnen bekannt und die Zubereitungsschritte vertraut.

    Jede Hebamme hat wichtige Bausteine schon in ihrem aktuellen Arbeitsfeld und vieles muss nicht neu gelernt werden. Selbstverständlich können Sie Blutdruck messen, Leopold-Handgriffe, eine Urinkontrolle ablesen und bewerten.

    Die Besonderheit bei dem Leistungsangebot Schwangerenvorsorge ist die Betreuungs- und Begleitungszeit. Ebenfalls die Fülle an Regeln und Termine, die zu beachten sind. In diesem Workshop erfahren Sie mehr über den aktuellen Stand der Mutterschaftsrichtlinien und das dazugehörige Arbeitsfeld.

    • freiberufliche Hebamme
    • Bachelor of Science, Midwifery
  • 11.00 -
    12.30 Uhr

    Workshop 3

    NIPT-Entwicklung und jetzige Möglichkeiten – Fluch oder Segen?
    Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve

    Da die etablierten Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik Amniocentese und Chorionzottenbiopsie mit einem Risiko für den Fetus bzw. Embryo verbunden sind, wurde viele Jahre lang erforscht, ob eine Nichtinvasive Pränataldiagnostik aus dem Blut schwangerer Frauen möglich ist. Inzwischen sind knapp 10 Millionen solcher Untersuchungen aus zellfreier kindlicher DNA im mütterlichen Blut durchgeführt worden. Im Vergleich zu den anderen Screening – Untersuchungen ist diese Methode inzwischen die beste, aber das Angebot muss in gute Beratung eingebettet sein und das Recht auf Nichtwissen der Schwangeren gilt es zu respektieren.

    • Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender; Universitätsklinikum Bonn
    • Prof. für Geburtshilfe und Gynäkologie
    • Früher: Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Perinatalmedizin. der Internationalen Gesellschaft Fetus as a Patient, der Fetal Medicine and surgery Society, Vorstandsmitglied des European Board and College of Obstetrics and Gynecology und der International Federation of Obstetrics and Gynecology, Ehrenmitglied dea american collegeof Obstetrics and Gynecology, des Royal Collegeg of Obstetrics and Gynaecology, der Nationalen Akademie der Wissenschaft Leopoldina, deren Repräsentant bei der IAP, Träger des Maternite-Preises, der Liley- Medaille und von 7 Ehrendoktoraten
  • 11.00 -
    12.30 Uhr

    Workshop 4

    Geburtseinleitung –  Indikationen und Verfahren
    Dr. med. Clemens Bartz

    Was ist der „Termin“? Wann einleiten und warum überhaupt? Wen und in welcher klinischen Konstellation einleiten? Womit einleiten? Mit welchem Ziel? In dem Workshop wird die aktuelle Datenlage in Deutschland und die Leitliniensituation vor dem Hintergrund der geburtshilflichen Entwicklung in Deutschland gemeinsam bearbeitet.

    • Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    • aktuell leitender Oberarzt in Klinikum Oberberg, Kreiskrankenhaus Gummersbach
    • seit langem befasst mit Aus- und Weiterbildung in geburtshilflichen Notfallsituationen
    • Mitinitiator der „Praxisseminare für Hebammen und Assistenzärzte“
  • 11.00 -
    12.30 Uhr

    Workshop 5

    Wöchnerinnen nach Sectio- Mobilisation post partum und im Wochenbett
    Nina Metternich

    In diesem Workshop werden neben anatomischer und physiologischen Grundlagen Interventionen und praktische Übungen für Frauen nach Sectio vorgestellt.

    Inhalte aus der osteopathischen und physiotherapeutischen Praxis finden genauso Raum wie effektive Übungen aus dem Rückbildungstraining.

    • Physiotherapeutin
    • Heilpraktikerin
    • Osteopathin
    • Pilatesausbilderin
    • Dozentin für verschiedene Themen im Bereich Rückbildungstraining, Pilates & Rückengesundheit
  • 11.00 -
    12.30 Uhr

    Workshop 6

    Diversity-Kompetenz als Schlüsselqualifikation im Arbeitsalltag der Hebamme
    Ulrike von Haldewang

    Diversity-Kompetenzen entwickeln heißt im Kontakt zu anderen Menschen den Fokus auf die Gemeinsamkeiten zu legen, aber auch das eigene Handeln selbstkritisch zu hinterfragen.

    In diesem Workshop möchte ich Ihnen die Möglichkeit geben, diesen Ansatz kennenzulernen und durch erste Übungen ein Bewusstsein für die Bedeutung von Vielfalt auch in ihrem eigenen Leben zu gewinnen.

    • Hebamme
    • Gesundheitswissenschaften B.SC
    • Expertin für die Frühen Hilfen beim DHV
    • Mitarbeiterin bei der Berlin School of Public Health
    • Trainerin für das Diversity-Trainingsprogramm des A WORLD OF DIFFERENCE Institute®
  • 12.30 Uhr
    Pause / Industrieausstellung

Block III

Die Geburtshilfe der Zukunft –  Schwerpunkt Politik und Gesellschaft

  • 14.00 Uhr
    HebAB.NRW – Ergebnisse der Studie „Geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen“
    Prof.in Dr.in Nicola H. Bauer

    Der Vortrag stellt Ihnen die wichtigsten Ergebnisse der Hebammenbefragung im Forschungsprojekt HebAB.NRW – Geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen vor. Ziel der Studie ist es, die geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen umfassend darzustellen. An der Studie haben zwischen Februar und Juni 2018 1.924 Hebammen teilgenommen und zahlreiche Antworten gegeben. Es wurden wichtige Daten und Fakten für Politik und Wissenschaft gesammelt. Es zeigt sich, dass Hebammen in unterschiedlichsten Umfängen und Tätigkeitsbereichen arbeiten. Diese Vielfältigkeit ermöglicht eine individuelle Arbeitsorganisation mit vielen Freiheiten, aber auch Zuständigkeiten. Darüber hinaus werden Faktoren dargestellt, die die Auslastung und Belastung von berufstätigen Hebammen sichtbar machen. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, die Ergebnisse gemeinsam zu diskutieren.

    • Professorin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum
    • Studienbereich Hebammenwissenschaft
  • 14.20 Uhr
    Aktuelles aus der Berufspolitik
    Barbara Blomeier und Andrea Wynk

    Die beiden Vorsitzenden des Landesverbandes der Hebammen NRW berichten über aktuelle Themen aus der Berufspolitik im Land NRW.

  • 14.30 Uhr
    Podiumsdiskussion „Zukunft der Geburtshilfe“

    Es wird eine moderierte Podiumsdiskussion veranstaltet mit TeilnehmerInnen aus verschiedenen Bereichen zum Thema „Zukunft der Geburtshilfe“.

    Teilnehmen werden:

    • Barbara Blomeier, 1. Vorsitzende des Landesverbandes der Hebammen NRW
    • Yvonne Bovermann, Beirätin für den Bildungsbereich im Deutschen Hebammenverband
    • Anja Gaca, Hebamme, Still-u. Laktationsberaterin, Familienhebamme, Mutter von 4 Kindern, Buchautorin und Bloggerin
    • N., Landespolitiker aus dem Landtag NRW
    • med. Wolf Lütje, Facharzt Gynäkologie und Geburtshilfe
    • in Dr.in Rainhild Schäfers, Hebammenwissenschaftlerin
  • 14.00 -
    15.30 Uhr

    Workshop 7

    La dolce Vita in deutschen Kreißsälen – wie kann es gelingen?
    Caroline Münchbach

    Welche Herausforderungen und Chancen bietet die Integration von italienischen Hebammen in einem Perinatalzentrum Level 1. Wie sieht eine ideale Akquise aus, welche Partner braucht man? Mit welchen Voraussetzungen kommen die italienischen Kolleginnen und welchen Input benötigen Sie vor dem Einstieg in einen deutschen Kreißsaal? Wie kann die Einarbeitung gelingen und wie halte ich die neu gewonnenen Mitarbeiter? Lernen Sie aus den Erfahrungen, die wir schon gemacht haben!

    • Hebamme, Bachelor of Science, Hebammenwesen an der Hochschule Ludwigshafen
    • Praxisanleitung, Still- und Laktationsberaterin IBCLC
    • Abteilungsleitung der geburtshilflichen Abteilung am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus, einem Perinatalzentrum Level 1 mit 3000 Geburten pro Jahr in Speyer.
  • 14.00 -
    15.30 Uhr

    Workshop 8

    Gründung eines Geburtshauses
    Daniela Erdmann

    Geburtshäuser (hebammengeleitete Einrichtungen HgE) könnten zunehmend die Grundpfeiler der Versorgung mit Hebammenhilfe in Deutschland sein.

    Die hohe Flexibilität der Tätigkeitsfelder und die Möglichkeit der Anpassung auf die jeweiligen strukturellen Gegebenheiten macht die Gründung zunehmend attraktiv.

    Der Workshop vermittelt Ihnen kurz und übersichtlich die Voraussetzungen, gibt einen Überblick über die Gesellschaftsformen, stellt Ihnen verschiedene inhaltliche Konzepte vor und erläutert die Abrechnungs- und Finanzierungsmöglichkeiten.

    • Hebamme
    • Mitglied im Referat Hebammenvergütung DHV
    • ehemalige Geschäftsführerin Geburtshaus Köln
  • 14.00 -
    15.30 Uhr

    Workshop 9

    Haut auf Haut – intelligente Gesundheitsprävention auf der Wochenstation
    Vera Witsch und Susanne Ritz

    In den meisten deutschen Kliniken ist es mittlerweile selbstverständlich den „Haut-zu-Haut-Kontakt“ zwischen Mutter und Kind unmittelbar nach der Geburt zu fördern.

    Aber welche Vorteile entstehen, wenn ein Neugeborenes in den ersten Tagen seines Lebens die ganze Zeit im Hautkontakt sein darf?

    Seit zehn Jahren arbeiten die Referentinnen mit diesem intensiven Körperkontakt im Wochenbett im Krankenhaus der Augustinerinnen.

    In ihrem Workshop teilen sie ihren Erfahrungsschatz, klären über die positiven medizinischen Fakten auf und zeigen die vielen Chancen der Traumavermeidung und dem dadurch möglichen Aufbau einer sicheren Bindung auf.

    Haut-zu-Haut-Kontakt im Frühwochenbett ist eine effektive Methode größtmögliche Gesundheit, sichere Bindungserfahrung und feinfühlige Familien entstehen zu lassen.

    • Hebammen & SAFE Mentorinnen
    • Angestellt im Krankenhaus der Augustinerinnen in Köln
  • 14.00 -
    15.30 Uhr

    Workshop 10

    Digitale Entwicklung
    Valerie Larsen

    Wir beschäftigen uns mit Fragen rund um aktuelle digitale Angebote von und für Hebammen.

    Wie ist der Entwicklungsstand der Telematik-Infrastruktur für Gesundheitsberufe und welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch für Hebammen und Betreute? Was können Apps für Hebammen leisten und in welchem Maße wünschen wir uns überhaupt eine Digitalisierung unseres zutiefst persönlichen Berufes?

    • Hebamme
    • BA Bildungswissenschaften
    • Referentin E-Learning im DHV
    • Mitglied Kommission „Digitale Entwicklung“
  • 14.00 -
    15.30 Uhr

    Workshop 11

    Gründung eines Qualitätszirkels
    Angelika Dallmeier

    In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie einen Qualitätszirkel für Hebammen gründen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Sie (auch finanziell) vom Landesverband der Hebammen NRW unterstützt werden können.

    • Hebamme
    • Qualitätszirkelmoderatorin
  • 14.00 -
    15.30 Uhr

    Workshop 12

    Aspekte der Kommunikation innerhalb multikultureller Teams im Kreißsaal
    Cristina Ramhalo

    Die Art und Weise wie wir kommunizieren und unsere nonverbalen Signale senden können sich kulturell unterscheiden. Das Wahrnehmen dieser Unterschiede ist sehr wichtig für eine gelungene Kommunikation innerhalb des Kreißsaalteams.
    Im Workshop werden wir anhand einiger Kommunikationsmodelle interaktiv über verschiedene Aspekte der Kommunikation reflektieren.

    • Selbständige Interkulturelle Trainerin, Coach, Sprachtrainerin

     

  • 15.30 Uhr
    Kaffeepause / Industrieausstellung

Block IV

Aktuelle Leitlinien zum Risikomanagement geburtshilflicher Inhalte

  • 16.00 Uhr
    S3 Leitlinie – „vaginale Geburt am Termin“ (2020)
    Prof.in Dr.in Rainhild Schäfers

    In diesem Jahr wird die S3 Leitlinie vaginale Geburt am Termin voraussichtlich fertiggestellt sein. Im Vortrag werden die Entwicklung und die Inhalte der Leitlinie dargestellt.

    Im Jahr 2015 wurde auf Bestreben unterschiedlicher Akteure im Gesundheitswesen die Erstellung von Leitlinien zum Kaiserschnitt und zur vaginalen Geburt am Termin auf höchstem Niveau (S3 Leitlinie) initiiert. Im weiteren Verlauf hat sich schnell gezeigt, dass eine parallele Entwicklung beider Leitlinien durch die annähernd identische Zusammensetzung beider Leitliniengruppen aus Ressourcengründen nicht umzusetzen war und so hat die Entwicklung S3 Leitlinie vaginale Geburt am Termin erst Ende 2017 richtig Fahrt aufgenommen. In diesem Jahr wird die Leitlinie nun voraussichtlich fertiggestellt sein. Bereits in der Entwicklung der Leitlinie wurde sichtbar, dass ihre Inhalte die bestehende geburtshilfliche Praxis verändern werden.

    • Professorin für Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Gesundheit Bochum
    • Mitglied der Leitliniengruppe Kaiserschnitt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Abou-Dakn
    • Koordination der Leitlinie vaginale Geburt am Termin
  • 16.30 Uhr
    S2k-Leitlinie: „Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: Diagnostik und Therapie“ (2019)
    Prof.in Dr.in rer. nat. Alexandra Gellhaus

    Durch die Leitlinie soll eine Verbesserung des Wissens aller bei der Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen mit hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen erreicht werden. Thematisch sollen die Vorteile in der Diagnostik und der Therapie der hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen und der Verbesserung der Nachsorge / Nachbetreuung herausgearbeitet werden.

    Zusammenfassend werden in diesem Vortrag die relevaten Inhalte der neuen Leitlinie für die Hebammentätigkeit dargestellt.

    • Wissenschaftliche Leiterin der geburtshilflichen Forschung in der Frauenklinik am UK Essen
  • 17.00 Uhr
    S3-Leitlinie „Sectio caesarea“ (2020)
    Elke Mattern

    Die S3-Leitlinie befindet sich im Januar 2020 gerade im Stellungnahmeverfahren durch die Fachgesellschaften.

    Dabei sind keine Änderungen der Empfehlungen mehr möglich, wohl aber Änderungen im Begleittext. Die DGHWi verfasst Anfang 2020 ihre Stellungnahme. An der Landestagung werden die aktuellen Änderungen vorgestellt.

    • Hebamme (M.Sc.)
    • Vorsitzende der DGHWi (Deutsche Gesellschaft für Hebammen Wissenschaft)
  • 16.00-
    17.30 Uhr

    Workshop 13

    Psyche im Wochenbett –  zwischen Krisenzeit und Notfall
    Sylvia Nogens

    Die Geburt eines Kindes gilt als „Critical Live Event“. Nicht jede Frau durchläuft diesen Anpassungsprozess ohne psychische Komplikation.
    Mittels gekonnter Fragen ist es möglich zügig herauszufinden, ob und welches Vorgehen bei einer belastet erscheinenden Frau richtig, wichtig oder zwingend ist.
    Der Workshop bietet anhand von beispielhaften und eigenen Fällen Gelegenheit in Übungssequenzen diese kommunikativen Fertigkeiten zu erlernen.
    Von der Prävention bis zur Handlungsverpflichtung bei Psychose und Suizidalität.

    • Gesundheitspraktikerin BfG/DGAM
    • Psychosoziale Beratung für Schwangere und Mütter in innerer Not
    • Cranio Sacral Arbeit, Somatic Experiencing® Practicioner, NARM® Practicioner, Selbsthilfe Postpartale Depressionen
  • 16.00-
    17.30 Uhr

    Workshop 14

    Das Notfall-ABC: Erste-Hilfe leicht gemacht!
    Frank Klink

    Als Hebamme werden Sie in doppelter Hinsicht mit dem Thema Erste-Hilfe konfrontiert: Zum einen kann es während der Geburt, aber auch in der Vor- oder Nachbetreuung von Mutter und Kind jederzeit zu lebensbedrohlichen Situationen kommen, zum anderen fragen sicherlich auch „Ihre“ Eltern regelmäßig um Rat rund um die Erste-Hilfe beim Säugling und Kleinkind.

    Das Notfall-ABC ist ein universell anwendbares Konzept, welches in jedem nur denkbaren medizinischen Notfall angewandt werden kann und mit dessen Hilfe einfach und schnell lebensbedrohliche Zustände erkannt und behandelt werden können. In diesem Workshop zeigt Ihnen Frank Klink warum ein solches universelles Notfall-Konzept für Ihre Arbeit wichtig ist und wie Sie das Notfall-ABC in Ihrer täglichen Arbeit anwenden.

    Das Notfall-ABC ist ein etabliertes Kurskonzept, welches in zahlreichen Hebammenpraxen und Geburtshäusern in Deutschland und der Schweiz regelmäßig angeboten wird. TeilnehmerInnen sind überwiegend Eltern, Großeltern, Hebammen, Babysitter und andere Interessierte.

    • Rettungsassistent mit mehr als 15 Jahre Berufserfahrung im Rettungsdienst, der internationalen Katastrophenhilfe und auch in der Kinderintensivpflege.
    • Studium im Gesundheits- und Sozialmanagement
    • Gründer Institut für Notfallprävention und Erste-Hilfe am Kind

     

  • 16.00-
    17.30 Uhr

    Workshop 15

    Gewaltfreie Geburtshilfe in Notsituationen –  geht das?
    Dr.med. Wolf Lütje

    Geschichte ist paradox: von der patriarchal programmierten Geburt über die selbstbestimmt- „sanfte“ Geburt zur traumatisierenden Gewalterfahrung bei der Geburt???

    Kaum zu glauben, dass im Zeitalter der Kommunikation und biopsychosozialen Medizin so ein Rückschritt droht?

    Es geht dabei um eine differenzierte Betrachtung: Zum einen wird die gewaltige Geburt mitunter immer belastender und gewaltvoller erlebt. Das liegt in der Natur und bekommt eine kulturelle Prägung.

    Andererseits steigt in Zeiten der Angst, Scham, Überforderung und Überlastung, Katastrophisierung und Risikoorientierung die Gewalttätigkeit meist als Ausdruck struktureller, aber auch persönlicher Merkmale.

    Das liegt nicht in der Natur, sondern am medizinisch-kulturellem Umgang mit ihr.

    Dabei hätten wir gar keine Debatte, wenn ganz einfache Grundregeln eingehalten werden: Jede Maßnahme, auch in der (nicht konstruierten!) Not, erfordert weitmögliche Erklärung, Beteiligung, Zustimmung und ein Widerspruchsrecht.

    Das geht immer! Es ist also keine Frage, ob es eine Geburtshilfe frei von Gewalttätigkeit gibt, sondern ein Paradigma. Tun und Lassen in einem gewaltigen Prozess sind eine Frage der empathischen Interaktion. Wenn das erfüllt wird, gibt es keine handelnde Traumatisierung – meist nur Traurigkeit über nicht Erreichtes. Das bedarf nur eines Nachgesprächs und keiner Therapie.

    • Frauenarzt-Psychotherapie (FG)
    • Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am evang. Amalie Sievenking Krankenhaus Hamburg
    • Präsident der DGPFG
    • außerdem: Vater von 7 Kinder, Buchautor, Mitglied der Leitlinienkommissionen
  • 16.00-
    17.30 Uhr

    Workshop 16

    Notfälle zu Hause bei Neugeborenen und Säuglingen
    Daniela Kühl

    Die Geburt lief komplikationslos – Mutter und Kind sind zu wohlauf zu Hause. Ohne ersichtlichen Grund atmet das Neugeborene plötzlich nicht. Was ist jetzt zu tun?
    Es hat sich verschluckt und läuft blau an, wie geht es jetzt weiter?
    Notfälle des Neugeborenen bzw. Säuglings zu Hause erfordern schnelle Reaktion und besonnenes, kompetentes Handeln.
    Mit meiner Mitarbeiterin und mir wird hier das Handling der Neugeborenen/Säuglings – Reanimation vermittelt und praktisch geübt. Ebenso erlernen Sie den Umgang bei Verschluckungssituationen. Jede/r TeilnehmerIn wird an Simulationspuppen trainieren.

    • Fachschwester für Pädiatrie, Intensivmedizin und Nephrologie
    • Geprüfte Hygienebeauftragte in der stationären Pflege
    • Erste Hilfe Trainerin
    • Fachdozentin für Kindeswohlgefährdung
  • 16.00-
    17.30 Uhr

    Workshop 17

    Arbeiten als Hebamme in einem Haus der Maximalversorgung
    Renate Egelkraut

    Ein Perinatalzentrum zeichnet sich dadurch aus, dass alle an der Geburt beteiligten Fachdisziplinen- von der Geburtshilfe über die Anästhesie bis zur Neonatologie – unter einem Dach zusammenarbeiten. Hebammen müssen in einem Level 1 Haus nicht nur interdisziplinär die komplexen Erkrankungen bei dem Ungeborenen und/oder der werdenden Mutter betreuen, sondern auch den Schwangeren eine Chance geben die gesunden Anteile wahrzunehmen und diese zu schützen.

    In diesem Workshop gehen wir auf die aktuellen Anforderungen an unsere Berufsgruppe ein und reflektieren den Bedarf an Qualifikationsmaßnahmen.

    • freiberufliche Hebamme
    • Bachelor of Science, Midwifery
  • 16.00-
    17.30 Uhr

    Workshop 18

    Peri- und postpartale Blutungen – ein lebensbedrohlicher Notfall
    Dr. med. Clemens Bartz

    Peri- und postpartale Blutungen sind die Haupttodesursache in der Schwangerschaft – in Europa und weltweit. Die Datenlage, die diagnostische und therapeutische Vorgehensweise wird theoretisch bearbeitet und praktisch erarbeitet werden.

    • Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    • aktuell leitender Oberarzt in Klinikum Oberberg, Kreiskrankenhaus Gummersbach
    • seit langem befasst mit Aus- und Weiterbildung in geburtshilflichen Notfallsituationen
    • Mitinitiator der „Praxisseminare für Hebammen und Assistenzärzte“

     

  • 17.30 Uhr
    Abschluss und Ende